238 Erzbisthum Bremen.
ErzMschof Johann Friedrich, Herzog Yon Holstein-Gottorp,
1596—1634.
Geboren am 31. August 1579, Bruder des Erzbisehofs Johann Adolf. Er wurde am 22. October 1596 zum Erzbischofe von Bremen, 1608 zum Bischöfe von Lübeck erwählt. Johann Friedrich starb am 2. September 1634 im Alten Kloster bei Buxtehude und ist in der Familiengruft zu Gottorp beigesetzt.
Gesetzliche Angaben über den Münzfuss, nach welchem Johann Friedrich münzen Hess, sind nicht erhalten.
302. Portugaleser o. J. Tafel 11 No. 302.
Av. Brustbild des Erzbisehofs von der rechten Seite, mit blossem Haupte, mit aufstehendem Halskragen und umgelegter Feldbinde, umher 8 ovale verzierte Wappensehilde: Norwegen, Erzstift Bremen, Bisthum Lübeck, Schleswig, Holstein, Stor- marn, Ditmarsen, Oldenburg-Delmenhorst (quadrirt).
Rv. Dreifache Umschrift: IOHAN : FRIEDRICH : D : G : AUCH: ET • EP : BRE : ET ■ LVB 6 | HERRES (sie) ' NORW ■ DVX ■ SLES- ET- HOLSACLE-1 NOCH (sie) PORTOGALISC :SCHROT : V: KO : (dei gratia archiepiscopus et episcopus Bremensis et Lubecensis, herres (anstatt heres) Norwegiae, dux Sleswici et Holsaciae)
Liegendes Kreuz, auf welchem vertieft ein kleines Kreuz. 44 Mm. 46,5o Gm. (gehenkelt)
Cassel, M.-C. I. S. 151.
303. Goldgulden 1612.
Av. 10 ■ FR • D • G ■ A • ET • EP • B • ET • L • D ' S ■ H •
Das vollständige Wappen mit drei Helmen. Rv. VIVIT POST FVNERA VIRTVS St. Petrus, stehend, mit Heiligenschein, den Schlüssel in der rechten und ein offenes Buch in der linken Hand haltend, dabei 1612. Unten ein Schild mit den gekreuzten Schlüsseln.
Aus Cassel, M.-C. I. S. 151, nach Numophyi. Molan.-Boehm. III. S. 555 No. 16. Im Mai 1616 legte der Erzbischof dem niedersächsischen Probationstage rheinische Goldgulden vor, welche sich 18 Karat 6 Grän (0,771) fein erwiesen.
304. Goldgulden 1618.
Av. I-F-D G A E-EP B-E L D S H- Das holsteinische und bremische Wappen mit drei Helmen.