Erzbisohof Heinrich, 1463—1496. Schwären.
20.5
99, 100. Schwären (?) o. J. Tafel 3 No. 99. 99. Av. o MUtt' o • o SliQGT' o (Heinrieus electus)
100. „ o - o - oo
Brustbild des Bischofs von vorn, mit spitzer Mütze, in der rechten Hand das Schwert, in der linken den Schlüssel haltend. 99, 100. Rv. * MOJftBTK 8 ßOVK 8 BRHM' Im Schilde der breiner Schlüssel, an dessen beiden Seiten je ein Punkt.
15 Mm. 0, 70 Gm.
ErzMschof Johann III. Rode, 1497—1511.
Geboren um 1445, Solm des bremischen Rathsherrn Heinrich Rode (Rathsherl' 1484—1496) und dessen Gemahlin Anna Vagedes, Tochter des Bürgermeisters Bnrchard Vagedes. Johann wurde 1474 Domdechant, um 1485 Domprobst, und am 30. Januar 1497 Erzbischof. 1500 wählte er Christoph, Herzog von Braunschweig zum Coadjutor. Er starb am 4. December 1511 in Bremervörde und ist im Dome zu Bremen beigesetzt.
Die adlige Familie Rode hatte sich schon in alten Zeiten in Bremen niedergelassen und führte den Beinamen „von Wale". Das Geschlechtswappen ist ein nach vorn gekehrter Helm mit zwei Flügeln. Nach Cassel, Bremensia I. S. 20, welcher daselbst ein Document Johann Kode's mit beigefügtem Stammbaum erwähnt, führen auf dem letzteren die weltlichen Mitglieder der'Faniilie Rode den geflügelten Helm silbern in blauem Felde, die geistlichen Mitglieder dagegen einen goldenen geflügelten Helm, ebenfalls im blauen Felde.
Ueber den Münzfuss der Münzen des Erzbischofs Johann ist keine gesetzliche Angabe bekannt. Nach (Conring) Gründlicher Bericht etc. Cap. 24 schloss Johann 1508 einen neuen Vertrag mit seinem Münzmeister; er hat sowohl in Bremen, wie Vörde (Bremervörde) schlagen lassen.
A. In Bremen geprägte Münzen.
101, 102. Goldgulden 0. J. Tafel 3 No. 101.
101, 102. Av. * lOfc'S * DQI * GR' = * ÄRÜ' * HP1' * BR'
St. Petrus, barhaupt, mit Heiligenschein, in halber Figur, in der rechten Hand der Schlüssel, in der linken ein Buch. Unten ein kleiner Schild mit dem Rode'schen Helme.
101. Rv. riOßÖ' - ROVÄ - BRGH « ÜHSI" *
102. '„ - = - - ensis
Auf durchgehendem Kreuze der 4-feldige Schild mit den gekreuzten Schlüsseln im 1. und 4., dem geflügelten Helme im 2. und 3. Felde.
24 Mm. 3, S0 Gm.
No. 102 — Cassel, M.-C. L S. 56, No 2. Bl. für Münzk. L No. 21/22, Nu. 1, Tafel X. No. 125.
Cassel erwähnt a. a. O. unter No. 1 einen Goldgulden, nach Cooplieden Hand-