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Die Bremischen Münzen : Münzen und Medaillen des Erzbisthums und der Stadt Bremen mit geschichtlicher Einleitung / bearb. von Hermann Jungk
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Erzbischof Albert H., 13591395.

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Bl. f. Münzk. I. No. 18, Tafel 13 No. 1G7 (in den Interpunktionen abweichend). Mcm. de St. Petersbourg V. S. 231.

Dieser Witte muss, da Erzbischof Albert 13G9 seine Münze zu Bremen der Stadt auf Lebenszeit verpfändete, vor diesem Jahre geschlagen sein.

Von den auf Albert II. folgenden Erzbischöfen ist die Münze häufig dem bremischen Käthe verpfändet. Die Eeihe der Urkunden darüber scheint nicht vollständig er­halten zu sein. Aus den vorhandenen Nachrichten ergiebt sieb, dass die letzte Verpfändung mit dem Jahre 1454 ihr Ende erreichte. Ob die Erzbischöfe in den Zwischenzeiten das Münzrecht wieder ausübten, ist ungewiss; Münzen, welche es dartbun würden, sind nicht bekannt. Erzbischof Balduin II. von Wenden (1435 1442) schloss 1438, gemeinschaftlich mit dem Käthe, einen neuen Vertrag mit dem Münzmeister Kumhare. Derselbe Münzmeister war hier schon vorher thätig gewesen; ob für den Erzbischof allein, muss dahingestellt bleiben.

Erst von Heinrich IL, seit 1463 Erzbischof, ist die Ausübung des Münz- rechts wieder nachzuweisen.

Erzbischof Heinrich IL, Graf von Schwarzlmrg, 1463 1496.

Geboren 1440, Sohn des Grafen Heinrich von Schwarzburg (gest. 1488) und dessen Gemahlin Elisabeth, Prinzessin von Cleve. Zum Erzbischöfe von Bremen 14G3, zum Bischöfe von Münster 1405 gewählt. Das Domkapitel in Münster bedang sich aus, dass Heinrich in der Stadt Münster wohnen und den münster'sehcn Titel dem bremischen voransetzen solle. Heinrich nahm demnach 14G5, "20. Juni, unter Be­stätigung des Papstes Paulus IL, mit Ablegung des erzbischöflichen Titels den Kamen eines Administrators des Erzbisthums Bremen an. (Cassel, Hist. Nachr. von Erzb. Heinrich S. G). Auf seinen bremischen Münzen hat Heinrich sich jedoch stetsErzbischof" genannt, aber nie den münsterschen Titel geführt, eben so wenig wie auf den in Münster geschlagenen Münzen den bremischen Titel. Gestorben ist er am 24. Deeember 149G, begraben in Dome zu Münster.

Geschlechtswappen: ein (roth) gekrönter leopardirter (das Gesicht en face) Löwe, gold in blau.

Der Münzfuss der Münzen Heinrich's ist nicht bekannt.

3864. Goldgulden o. J. Tafel 3 No. bi.

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') Hinricus dei gratis arebiepiscopus Bremensis.