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Die Bremischen Münzen : Münzen und Medaillen des Erzbisthums und der Stadt Bremen mit geschichtlicher Einleitung / bearb. von Hermann Jungk
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Erzbisthum Bremen.

34. Bracteat. Tafel 2 No. 34.

Kopf eines Bischofs mit zweispitziger Mütze, im Felde links ein Ringel, unter dem Kopfe zwei gekreuzte Schlüssel. Glatter Rand. 18 Mm. 0, 40 Gm.

35. Bracteat. Tafel 2 No. 35.

Kopf eines Bischofs mit zweispitziger Mütze über einem ver­zierten Bogen. Glatter Rand. 18 Mm. 0, 45 Gm.

36. Bracteat. Tafel 2 No. 3g.

Kopf eines Bischofs mit zweispitziger Mütze. Glatter Rand. 18 Mm. 0, 45 Gm.

In der ehemals Schellhass'schen, jetzt stadt-bremischen Münzsammlung befinden sich auch zwei goldene Bracteaten. angeblich bremisch, welche jedoch, gleich dem (M.-Stnd. I. S. 328 erwähnten) münster'schen goldenen Bracteaten, erst in neuerer Zeit von einem Goldschmiede in Münster angefertigt und von dem Münzen­händler Louis Metz daselbst in Umlauf gesetzt sind. Schellhass erwarb von Metz zugleich mit jenen beiden bremischen noch drei andere goldene Bracteaten, von Hannover, Münster und 1 Dortmund, deren er sich aber wieder entäusserte. Die für Bremen verfertigten beiden Stücke zeigen einen Bischof mit Krummstab, zwischen zwei Thürmchen sitzend, in einem Perlenkreise, auf dem Rande ^ SU , s IL ö B $ und ferner, unten, auf dem einen ein kleiner Schild mit dem bremischen Schlüssel, auf dem andern ein grosser, die Füsse des Bischofs bedeckender Schild, ebenfalls mit dem bremer Schlüssel. Durchmesser der beiden Bracteaten 27 Mm.

Erzbiscliof Otto L, Graf von Oldenburg, 13441349.

Dieser Erzbiscliof hat münzen lassen, wie aus einer Urkunde von 1346 (Brem. Urk.-B. II. No. 554), worin er eine Rente von einer Mark bremischen Silbers aus seiner, bremer Münze verspricht, hervorgeht. Von Otto geprägte Münzen lassen sich jedoch nicht nachweisen.

Der Nachfolger Otto's, Erzbiscliof Gottfried, Graf von Arnsberg (13491359) versprach 1350 dieselbe Rente aus dem Geldwechsel (ex cainbio in Brema) zu zahlen. (Brem. Urkuud.-B. II. No. 030.)

Erzbiscliof Albert II., Herzog von Braunscliweig-Lüneburg,

13591395.

37. Witte. Tafel 2 No. 37.

Av. ÄLB6RTVS * KR6(G)M * GPS * Liegendes befusstes Kreuz, darauf ein kleiner Vierpass, in welchem ein schrägliegender Schlüssel. Rv. MORGTK * BRGMÖßSIS * Aufrecht stehender Schlüssel. 20 Mm. 1, 50 Gm.