lieber den Werth des bremischen Oeldes.
Für eine Berechnung des jeweiligen Werthes des bremischen Geldes ; bezüglich des Groten, auf welchen hier alle Münzwerthe zurückgeführt wurden, kommt es weniger auf den Metallwerth desselben an, als auf den Nennwerth, auf das Verhältniss, in welchem es zu anderen, allgemein gangbaren Münzsorten stand.
Aus dem Zeiträume vor 1405 finden sich Vergleichungen mit anderen Münzsorten nicht, der Werth kann daher nur aus dem Metallwerthe ermittelt werden und auch in solcher Weise nur in zwei Fällen, 1369 und 1387, da allein aus diesen beiden Jahren der Münzfuss bekannt ist.
Im 15. Jahrhunderte ist das bremische Geld mit Goldgulden verglichen worden und daraus der Werth des ersteren zu berechnen. Jedoch dürfen die gefundenen Resultate auf volle Richtigkeit keinen Anspruch machen, da das schwankende Verhältniss des Goldes zum Silber für die verschiedenen Jahre sich nicht genau feststellen lässt. Ungenau sind die für das 15. Jahrhundert berechneten Werthe auch desshalb, weil die Goldgulden vielfache Veränderungen ihres Münz- fusses erlitten und nur vermuthet werden kann, welche Gattung von Goldgulden in Bremen zu einer gegebenen Zeit im Umlaufe war. Wahrscheinlich wurden, da der Münzfuss eine stetige Verschlechterung erfuhr, die älteren, besseren Gepräge immer rasch durch die neueren, geringeren ersetzt und ist daher angenommen, dass jedesmal diejenige Gattung Goldgulden mit bremischem Gelde zum Vergleiche kam, welche nach den zur Zeit bestehenden Münzvereinigungen ausgeprägt werden sollte.