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Alte und neue Zeit : Episoden aus der Cultur-Geschichte der freien Reichs-Stadt Bremen / von J. G. Kohl
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Die Börsen der Kaufleute.

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ordnungen und eine Vergleichung derselben mit gleichzeitigen Börsenordnungen anderer Städte und Handelsplätze, z. B. der Pariser und der Londoner Börse, die uns noch vorliegen, anzustellen, da es mir hier nur darauf ankam, einige vielleicht weniger allgemein bekannte Notizen über die ältesten Ver- sammluugslocalitäten der Bremer Kaufleute zusammenzu­stellen und mitzutheilen.

Im Ganzen genommen hat unsere jetzt sogenanntealte Börse", sowie sie im Jahre 1.736 umgestaltet wurde, da­gestanden bis auf den gegenwärtigen Zeitpunkt, wo die Bre­mer Handelsherren in ein neues und allerdings viel rascher zu Stande gebrachtes Prachtgebäude übergesiedelt sind, das man aus dem historischen Gesichtspunkte wenigstens als an den rechten Fleck gekommen betrachten muß, nämlich in den Mittelpunkt des städtischen Lebens, im Ange- sichte des Platzes, aus welchem ihre Vorfahren in Regen und Wind ihre Geschäfte mit den hanseatischen Schwester­städten, mit Norwegen, England und der biskaischen See be­sprochen hatten, sowie auch nahe bei derjenigen überdachten Localität, in welcher sie ihre ersten Verbindungen mit der Neuen Welt, mit den Antillen und Amerika discutirten, die sie jetzt in den neuen schönen Räumen mit allem nur wnnsch- baren Comfort über China, Japan und die Südsee weiter ausspinnen können.

5. Disciplin unll häusliche Zucht.

Die verschiedenen gesellschaftlichen Stufen, welche Alter, Reichthum und Stand unter den Bürgern begründeten, wa­ren im 18. Jahrhundert in unseren Städten und namentlich auch in Bremen noch immer scharf ausgeprägt und gesondert. Die sehr mächtig gewordenen Bürgermeister verfügten nach ihrem Gutdünken und mit großer Willkür im Rath und in