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Die Uebung der edlen Tonkunst ist in Bremen wahrscheinlich schon so alt wie die Einführung des Christenthums. Regelrecht wurde sie wohl ohne Zweifel zunächst in den Kirchen und zum Zweck des Gottesdienstes gepflegt. Etwas Bedeutsames von Musik in Bremen finden wir zuerst erwähnt im Anfange des 11. Jahrhunderts. Der Bremische Erz- bischof Hermann, der von 1032 bis 1W5 regierte, soll damals eine große Reform in der Bremischen Kirchenmusik zu Wege gebracht habcu: „11s dracidts 6uic?ou6iu cisn 3a,uZ-- mestor tuo Lremsri) mit ^vellces M^ismg- Inz cisv. L^llF unä XlostorlilvS I^sre auriedtsäs^ das alleins va.u s/ueu destev. ^erkov. v?a.s", so erzählt unser alter Chronist Nenner von ihm, indem er dabei den Auslassungen des noch älteren Adam von Bremen folgt. Es ist, glaube ich, ziemlich bekannt, daß der von Adam und Renner genannte Sangmeister Guido nach der Meinung Einiger der in der Geschichte der Kunst oft genannte Bcnediciiner-Mönch Guido von Arezzo gewesen ist, während Andere glaubeu, beweisen zu können, daß dieser berühmte Guido zu der besagten Zeit sich gar nicht habe in Bremen befinden k ö n n en, und daß jener Bremische Sang-