17.
Trage- und Folgc-Srüderschasten.
Die Sorge um ein ehrenvolles Begräbniß bewegte die Gemüther unserer Voreltern weit mehr als heutzutage uns. Da sie aus den Leichenbestattungen eine große und am Ende sehr kostspielige Angelegenheit gemacht hatten, so belasteten sich unbemittelte Leute mit drückenden Schulden, um einen theuren Verstorbenen der Sitte gemäß mit dem gehörigen Auslande beerdigen lassen zu können.
Um dabei ihren Witwen Verlegenheiten zu ersparen, und um sich selbst auch die Aussicht auf ein langes und ehrenvolles Gefolge ihrer Standesgenossen beim „letzten Gange" zu sichern, thaten sich daher die Bürger zusammen und associirten sich zu Brüderschaften, die mit vereinten Kräften für die Leichenbegängnisse ihrer Mitglieder und die angemessene Ausstattung derselben sorgen sollten.
Die meisten der „Beliebungen" der älteren Brüderschaften dieser Art fangen „Im Namen der hochgelobten Heiligen Dreieinigkeit" au und leiten ihre „Punkta" gewöhnlich mit einer recht erbaulicheu und philosophischen Betrachtung ein.
Die Bremer Nachtwächter eröffneten die Satzungen ihrer Brüderschaft zum Beispiel mit folgender Phrase:
„Demnach es billig und löblich ist, daß ein Christ bei