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Hamburg, Lübeck, Bremen und überhaupt alle unsere alten deutschen Städte sind in den hölzernen Anfängen ihrer Existenz, wie ich oben zeigte, von Zeit zu Zeit mit Allem, was sie enthielten, durch Flammen und Schwert gänzlich zerstört worden. Großartige und schreckliche Feuersbrünste kehrten auch noch später oft wieder. Mit dem Wasser hatten nach dem Gesagten unsere an den Flußmündungen und Niederungen belegenen Städte des Nordwestens von Deutschland auch beständig ihre große Noth. Erst in neuerer Zeit sind diese von unseren Chroniken so fleißig verzeichneten Arten von städtischen Unglücksfällen durch allerlei verbesserte Vorkehrungen etwas weniger schrecklich geworden.
Zn den fast gewöhnlichen Kalamitäten der alten Zeit, welche unsere voltreichen Städte besonders schmerzlich trafen, gehörten auch die häusigen Epidemien und insbesondere die Pest, unter welchem Namen man aber allerlei Arten von bösen Seuchen begriff. ,,Die Pestilenz" bildet in unseren Chroniken fast ebenso einen stehenden uud immer von Zahrzehnd zu Zahrzehnd, ja zuweilen bei jedem Jahre auftretenden Unheilsposten, wie hohes Weserwasser und Eisgangsnoth oder wie Feuersbrünste, Tumult und die Kriegsfurie.