2.
Zur Geschichte der Gassenlieleuchtnng.
Die im Obigen vorgebrachten Bemerkungen gaben uns nur ein Bild von den „bei scheinender Sonne" in den Straßen einer alten deutschen Stadt obwaltendeu Zu- und Uebelstände und von ihrer allmäligen Beseitigung in der Neuzeit. Ueber diejenigen bösen Verhältnisse, welche bei uns aus der Nachtseite der Natur, nach dem Untergange der Sonne, eintraten, hat uns leider kein Reisender oder unsere Straßen im Mittelalter und um Mitternacht durchwandernder OilMo Loitsux einen Bericht nach Augenschein abgestattet. Doch können wir uns mit Hülfe der in unseren Polizeiordnungen und anderen Dokumenten enthaltenen Andeutungen eine einigermaßen entsprechende Idee von den bei Nacht in Bremen und in anderen deutschen Städten herrschenden UnHeimlichkeiten und Unbequemlichkeiten machen.
Heutzutage setzen, sobald die Sonne untergegangen ist, tausend aufleuchtende und helle Gasflammen das Geschäft des allgegenwärtigen Helios fort, verbreiten Tageshelle über alle Plätze und Winkel der Stadt, halten gute Polizei und machen jedes Hinderniß, alle drohenden Gefahren und Ver- brecheu offenkundig. Bei jeder Straßenecke steht ein freundlich leuchtender Wegweiser, der unsere Fährte auf Schritt