1.
Straßen und andere AcußerlichKeiten der Stadt in attrr Zeit.
In seinem berühmten Werke über den Staatshaushalt der Athener bemerkt unser trefflicher Böckh von der griechischen Hauptstadt, daß es in alten Zeiten noch kurz vor dem Auftreten des Perilles sehr übel und unregelmäßig in ihr ausgesehen habe. Die oberen Stockwerke der Häuser Athens, sagt Böckh, hingen oft über die Straße hinüber und gemährten einen nichts weniger als gefälligen Anblick. Dazu waren allerlei Treppen, Geländer, Ausbauten und auswärts aufgehende Thüren an den Wohnungen augebracht, und dieselben beengten den Weg und machten die freie Circulanou in den Gassen sehr unbequem. Schon Themistokles und Aristides sahen dies mit Unwillen und suchten mit ihrem Einflüsse dagegen einzuschreiten. Allein diese Besieger des großen Per- serkönigs waren schwach gegen die alten Gewohnheiten und den hergebrachten Schlendrian der kleinen Bürger zu Atheu. Sie bewirkten weiter nichts, als daß eine Verordnung erlassen wurde, wonach wenigstens in Zukunft die Wege nicht ferner mehr verbant werden sollten. An ihren alten einmal bestehenden Ausbauten, Kellerlöchern, Antiken uud verkehrte!? Thürcu, auf die sie ein Recht zu haben glaubten, hielten die atheuiensischen Krämer, Schuster, Zimmerlcute