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Ueber das Verhältniß der freien Hansestädte zum Handel Deutschlands / von einem Bremer Bürger
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Es ist selbst von denjenigen Schriftstellern, welche Eng­lands Manufactur- und Handelssystem vertheidigen, und ihm ^ einen hohen Werth über dem Ackerbaü beilegen, zugegeben, 4 daß der Werth der aus England ausgeführtcn Fabrieate nicht 45 Will. Pf. St. jährlich übersteigt, daß dieser auswär­tige Handel nur den fünften Thcil des ganzen Absatzes beträgt.

Nimmt man nun an, daß der größte Theil dieser Ma- nufacten nach solchen Ländern geht, wo am wenigsten fa- bricirt wird, so werden ja wohl Frankreich und Deutschland diejenigen Länder seyn, wohin die geringste Ausfuhr englischer Fabrieate zur eigenen Consumtion Statt findet, und die Co- lvnialländer nebst Rußland, Spanien, Portugal! und der > Türkei werden wohl das meiste bekommen.

Wir wollen aber dennoch die Welttheile gleich setzen, und annchmen, Europa nähme eben so viele englische Fabri­kate als jeder der übrigen vier Welttheile, so betrüge dieß r i Will. Pf. St. Wenn wir von diesen 11 Will, eine auf Deutschland rechnen, d. h. von solchen Waaren, die wirklich in Deutschland zum Gebrauch bleiben, so nehmen wir gewiß sehr viel an, da es bekannt ist, daß fast alle die Gegen-

*) Eolquhoun, der Len Kabrikgewetben besonders bas Wort redet, sagt dennoch, daß das im Landbau steckende Vermöge» Englands ab,ovo Mill., das in den Manufakturen und im Handel mit eingerechnet Bergwerke und Canäle, nur l»oc> Mill. Pf. betrage.