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Ueber das Verhältniß der freien Hansestädte zum Handel Deutschlands / von einem Bremer Bürger
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zugenommenen Handel nach Amerika, und durch die Ab­nahme des holländischen Handels, zum Tbeil auch durch die kriegerischen Verhältnisse, die vielen Truppkn in und bei ^ Bremen, die dadurch n'vthiggewordenen Zufuhren zur See von Lebensmitteln und Lergl. Rechnet man den letztern Um­stand ab, so kommt die Lastenzahl jener Jahre von 1796 bis 1799 lange nicht derjenigen der Jahre von 1818 bis 1820 gleich.

Im Jahre 1796 kamen allein n 52 i Schiffe. Unter diesen waren nur 112 in England 'verladene, da doch nach dem Maasstab von 1786, wo unter 487 jallein 61 englische Ladungen waren, im Jahre 1796 beinahe zwei­hundert hätten kommen müssen. Kann es wohl einen Leut- lichern Beweis geben, daß in dem Maaßc, als Deutschlands Handel zugenommcn, nicht auch Englands Verkehr mit Deutschland zugenommen hat, sondern der deutsche Handel Lirccterer und vorthcilhafterer Art geworden ist?

Es ist hier nöthig, auf einiges aufmerksam zu machen, was zur Bestätigung dient. Im Jahre 1790, also ohn- gefähr sieben Jahre nachdem die Hanseaten die ersten miß­lungenen Versuche nach den vereinigten Staaten gemacht hatten, betrug die Tonnenzahl (die Tonne macht 2000 D hanseatischer Schiffe, die nach Nordamerika fuhren, schon 1,978; vier Jahre später 4,987; sechs Jahre später gar 12,980; im Jahre 1807 wieder nur 4,972, und im I. i 8 i 5 6,69g.