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Bilder aus der Geschichte Bremens, in zusammenhängender Folge dargestellt, nebst einer kurzen, geographischen Beschreibung des bremischen Staates / von Johann Krüger
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301
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Anhang.

Kurze geographische Beschreibung des bremischen Staates.

Der Freistaat Bremen liegt in einer Niederung zu beiden Seiten' der Weser, ungefähr 10 Meilen von der Küste und 15 Meilen von der offenen See. Seine Nachbarstaaten sind das Königreich Hannover und das Großherzogthum Oldenburg. Er enthält einen Flächcnraum von 5 lüMeilen (genau 4,sz4 oder fast 4V» br. lUMeilen). Es leben in ihm circa 80,000 Einwohner, wovon 58,000 auf die Stadt Bremen, 3500 auf Vegesack, 3000 aus Bremerhaven kommen und die übrigen auf das Landgebiet sich verthcilen.

Die größere Hälfte des bremischen Gebietes liegt am rechten Ufer der Weser, die kleinere am linken. Jene hat bei einer Länge von drei und einer halben geographischen Meile eine Breite von einer halben bis anderthalb Meilen, diese bei einer Länge von zwei und einer halben Meile nur wenig über eine halbe Meile Breite. Von den 101,500 sUMorgen, die das ganze Gebiet mit Einschluß des Flächenraumes, dm die Stadt Bremen einnimmt, ungefähr enthält, kommen 1500 siüMorgen auf den Wescrstrom, 70,700 ^Morgen auf das rechte und 29,300 siüMorgen auf das linke Wcseruser.

Anstatt der alten Einthcilung in Eohen und Gerichte zerfällt das bremische Landgebiet seit 1802 in das Gebiet am rechten und in das Gebiet am linken Ufer der Weser. Die getrennt liegenden Städte Bremerhaven und Vegesack haben eine eigene Verwaltung. Jedem der beiden Hauptgebietstheile steht ein Mitglied des Senates als Land­herr vor.

Das Gebiet am rechten Ufer der Weser wird zum Theil von den kleinen Flüssen, Lesum, Wumme und Worpc, zum Theil von den hannö'verischen Aemtcrn Lilicnthal und Ottersbcrg begrenzt. Das Gebiet am linken Ufer der Weser begrenzt das hannoverische Amt Syke, die Ochum, der Varrelgraben und das oldenburgische Amt Delmenhorst.