Druckschrift 
Bilder aus der Geschichte Bremens, in zusammenhängender Folge dargestellt, nebst einer kurzen, geographischen Beschreibung des bremischen Staates / von Johann Krüger
Entstehung
Seite
297
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Schlußworte.

Wir stehen jetzt am Ziele unserer Wanderung. Durch längst entschwundene Zeiten seid ihr uns gefolgt; wir haben Bild an Bild zu reihen versucht; das Thor der Gegenwart hat sich aufgethan. Mit jeder vorübereilenden Minute spinnt sich die Geschichte fort. Daß Versprechen, euch aus Bremens Vergangenheit das Wesentlichste und Wichtigste vorzuführcn, ist erfüllt. Ob dabei der Erwartung eines Jeden entsprochen ist, bleibt für uns ein Problem, da ein öffent­liches Urtheil wenn nämlich diese Arbeit von irgend einer Feder dessen gewürdigt werden sollte meist nur einzelne Stimmen vertritt. Thorheit wäre es indeß, zu meinen, daß die in diesem Werke aus­gesprochenen Ansichten, die Art der Behandlung des Stoffes, seine Uebersichtlichkcit und was sonst hierher gehört, von Jedermann unbe­dingt anerkannt werden wird, und Vermessenheit, zu glauben, daß es keine Fehler und Mängel habe. Mit Lust und Liebe haben wir cs angefangen und zu Ende geführt, und gereicht es uns zur besondern Freude, hier der regen Theilnahme, die demselben geworden ist, öffentlich unfern Dank abzustattcn. Uns gilt es als ein schönes Zeugniß, daß das Interesse für alles Vaterstädtische noch rege ist; daß Liebe und Begeisterung für bremische Geschichte noch die Herzen durchglüht. Möge dieses Buch dazu beitragen, daß das Letztere un- geschwä'cht sortdauere und sich auf das Heranwachsende Geschlecht übertrage! In der Erfüllung dieses Wunsches würde der herrlichste Lohn enthalten sein für die Zeit und Mühe, welche die Ausarbei­tung desselben verursacht hat.

In unserer Zeit, die mehr, als irgend eine frühere, Geistesbildung als daß Paladium der Menschheit preist,'dem jedes Alter und je­der Stand zustreben soll, mag ein Buch, das mit der Geschichte des Staates, in welchem wir leben, bekannt zu machen trachtet, wol unbedenklich als eine passende Erscheinung bezeichnet werden. Ist Geschichtskenntniß dem Gebildeten überhaupt ein Bedürfniß, so müssen ihm Mitthcilungen über die Vergangenheit seiner Vaterstadt jedenfalls am wichtigsten erscheinen. Jeder muß zunächst im eigenen