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Geschichte des Bremischen Theaters : von 1688 bis auf die gegenwärtige Zeit / hrsg. von Joh. Heinr. Behncken
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Epilog.

Der Vorhang fällt und Alles ist zu Ende,

Doch sorg' ich nicht, ob Euch ras Stück gefiel,

Wie oft mein Herr Dircctor ringt die Hände,

Wenn er verfehlt das heificrsirebte Ziel;

Ich gab der Stücke Euch so viele hier zu schauen,

Daß Eines davon sicher mußte Euch erbaue».

Auch von den Gästen konnte Jeder wählen.

Denn Alle traten auf zu Einer Zeit;

Der Debütanten Zahl ist nicht zu zählen,

Die ich für Euren Beifall hielt bereit.

So Hab' ich Alles denn an Einem Tag' gegeben. Womit sich mancher hat gequält ein ganzes Leben.

Das Spiel ist aus. Ihr denkt vergangner Stunden, Und, wie im Traum, hat manches neu beglückt.

.Das sah ich auch!"Was Hab' ich da empfunden!" ..Den kannt' ich auch!"Die hat auch mich entzückt!" So hört' ich's leise flüstern, wenn das Blatt gewendet, Bei jedem Stücke, jeder Oper, die beendet.

Geschichte ist cs nicht, was ich gegeben,

Es ist ein Stück, in dem Ihr selber mitgespielt;

Auch unverlangt wcrd' ich cs wicdergeben, Erinnerung" heißt es, wie Ihr Alle wol gefühlt; Denn Euch ein Angedenken dankbar zn bewahren,

Ist mehr als gern bereit

Der Mann von fünfzig Jahren.

Druck von C hr. Geffken.