Achtes Kapitel. Airche und Schule.
Rates melden, mögen manches Gemeindeglied veranlaßt haben, den Anschluß bei einer deutschen Gemeinde zu suchen, so daß die Gemeinde um die Mitte des 1.8. Jahrhunderts aus I.29 Glieder zusammengeschrumpft war. Als die Franzosen 1.7H3 den Rat baten, ihnen einen neuen Geistlichen zu bewilligen, beschloß er: Die hiesigen französischen Aolonisten sind zu den deutschen Airchen zu weisen. Im Jahre 1.769 aber berief er noch einmal einen Lehrer des Gymnasiums, Philipp Buch, im Nebenamte zum französischen Prediger und setzte ihm dafür 1.^0 Rthlr. Gehalt aus, doch mußte der Prediger sich der Taufen und Aopulationen enthalten, desgleichen des Aatechisierens und Aonfirmierens, mit Ausnahme derer, die der deutschen Sprache nicht mächtig waren. Lr hielt jeden zweiten Sonntag eine französische predigt in der Iohannis- kirche, die auch schon früher der französischen Gemeinde für ihre Gottesdienste eingeräumt gewesen war. Als er Prediger an der Michaelisgemeinde in der Vorstadt geworden war, seit 1.785, scheint er dort noch bis in die französische Zeit je und dann eine französische predigt gehalten zu haben. Die Gemeinde aber löste sich auf, und die Nachkommen der Flüchtlinge von 1685 wurden gute Bürger der Stadt Bremen. Iken nimmt an, daß der Rat in der Zeit, da die Hinneigung zu französischem ZVesen Mode geworden sei, auf den Wunsch der eigenen Einwohner der Stadt den französischen Gottesdienst wieder eingerichtet habe, und er führt aus, daß diese Gottesdienste einige Zeit ein Sammelplatz der eleganten Welt von Bremen geworden seien. Das ist möglich und wahrscheinlich, in den Akten des Archivs werden freilich solche Erwägungen des Senates nicht angeführt.
Achtes Kapitel. Airche und Schule.
Die ältesten Schulen Bremens gehen sämtlich auf Gründungen der Airche zurück. Die erste Schule Bremens hat wahrscheinlich Anskar, der Missionar des Nordens, der am 3. Februar 365 in Bremen gestorben ist, bei seinem Dome begründet. Er wird sie