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Geschichte der Reformierten Kirche Bremens / im Auftr. des Ministeriums der Stadtbremischen Pfarrkirchen bearb. von Otto Veeck
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Geschichte der reformierten Kirche Bremens.

keit in Bremens Airche und Schule nicht erloschen. Die Gesetze des Ministeriums, sein Konsensus, die Regeln seiner Airchendisziplin wirkten noch viel länger nach. Er starb am 27. Februar

Fünftes Rapitel. Der (Üon8ensus /VUnisterii von ^5)5 und seine tveiteren Folgen.

Das ist die dritte Bekenntnisschrift der Bremischen Theologen, nach der Airchenordnung von l,5ZH und der Vergleichung Menings von l,572. Sie beweist, wie unter pezelius die Bremische Airche sich in:mer entschiedener der reformierten in Lehre und Aultus zu­wandte und auch die reformierte Airchenverfassung erstrebte. Bei seiner ersten Anwesenheit in Bremen im Jahre I.38V hatte jDezelius schon empfohlen, als Richtschnur der Lehre gelten zu lassen die Augsburger Aonfession, das cc>rpU8 cioctrinae Melanchthons und die Lontessio Helvetica postenor von 1.566. Er hatte ferner mit Zustimmung des Rates statt der Hostie den Gebrauch von Weißbrot und das Brechen des Brotes eingeführt, wenigstens in der Stadt, während das Land bis bei dem alten Brauche blieb. Dem

lutherischen Aatechismus hatte er ^58^ den des Rektors der latei­nischen Schule, Johann Molanus, zur Seite gestellt, und zwar auch schon für die Airchspiclsschulen.

Er entschloß sich bald, die Einheit in der Lehre durch ein neues Bekenntnis festzustellen und verfaßte mit dem Ministerium den Eonsensus. Denn wie Glanaeus dem Ministerium und den: Rate so viel zu schaffen gemacht hatte mit seinem Luthertum, so hatte der l,582 nach Bremen berufene /Vi. Joseph Naso einen neuen Streit erregt, indem er die Zwinglische Auffassung vom Abendmahle vertrat. Das erschien dem pezelius als eine große Gefahr, und er schritt gegen den früheren Mitarbeiter ein.

Naso war als Aryptokalvinist in ZVittenberg ins Gefängnis geworfen und vier Jahre allein mit j)eucer zurückbehalten worden, weil er durch keine Versprechungen und Drohungen sich bewegen ließ, durch N)ort und Schrift den Torgauer Artikeln zuzustimmen. Aus Sachsen vertrieben, war er nach Herborn gekommen, wo ihn pezelius zu seinem Vikar gemacht hatte. IVohl auf pezelius Em­pfehlung war er nach Bremen berufen worden, ^582, und zwar als