Vorrede.
Das Ministerium der stadtbremischen Pfarrkirchen hatte anfangs der neunziger Jahre des vorigen Jahrhunderts den jüngeren Maltet an St. Stephan! beauftragt, eine Geschichte des Ministeriums zu schreiben. Aber der Tod rief ihn ab, bevor er an die Arbeit gehen konnte. 1.893 gab das Ministerium mir denselben Auftrag. Nun ist eine Geschichte der reformierten Airche Bremens daraus geworden. Denn wer eine Geschichte des alten Veneranäi Nini- steril Lremensis schreiben will, muß doch die ganze Geschichte der Bremischen Airche studieren. So eng ist das Ministerium mit dieser Airche verbunden gewesen. Ls gab bisher noch keine zusammenfassende Geschichte der Bremischen Airche vom Anfange der Reformation bis in das ^9- Jahrhundert. Die kleine Bremische Airche hat aber eine solche Entwickelung gehabt und hat einst ein solches Ansehen genossen, daß es mich reizte, eine solche zu schreiben. Es ist richtig, was I. F. Iken in: Bremischen Jahrbuche, Bd. 9, S. ^ schreibt: „Anerkennen wird jeder, daß die Bremische Airche hiermit (indem sie nämlich eine reformierte Airche wurde) für damalige und spätere Zeiten ein ganz anderes Interesse und eine ungleich höhere Bedeutung gewinnt, als wenn bei uns alles, wie in Hamburg und Lübeck, ruhig mit der allgemeinen Strömung weitergegangen wäre. Das Individuelle, welches unserer Airche von da an eignet, erhöht nicht nur den Reiz der Betrachtung, sondern macht sie auch für das Ganze wertvoller und nutzbarer, als bloße Zustimmung vermocht hätte."
Zu einer Geschichte der Bremischen Airche haben Iken, von Bippen, Aühtmann u. a. im Bremischen Jahrbuche schon viele Bausteine herbeigetragen, und schon vor ihnen, vom IF. Jahrhundert an bis in unsere Zeit, haben Bremische und auswärtige