Heft 
6.6.1916 Mitteilung des Senats
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16. Juni 6.

Familienunterfügungen und

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Berjorgung der Bevölkerung it

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5.

e Deputation wegen Maj aus Anlaß des Krieg Barthausen.( gz.) 3.8.

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nahmen aus Anlaß des Krieges be über das Ergebnis der Bestand Schmalz und Talgwaren am 15.1

Die Deputation wegen Waj aus Anlaß des Krieges

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in Bremen, im Landgebiet un in des Senats vom 14. Mai 1916 Bestandsaufnahme von Fleiß Sped, Schmalz und al it den genannten Fleiaren

trieben, vorgenommen und das

Die Lebensmittelfommiffion bat bai ich, über deren Ergebnis wie folgt 1916 waren im Bremden Can hlägigen Geschäften folgende W borhanden:

1916. Juni 6.

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I. Für den freien Verkehr zum Verkauf ohne Fleischmarken bestimmte Waren

1) Frisches Fleisch( Schweine-, Rind-, Kalb-, Hammel, Pferdefleisch).

2) Dauerwaren( geräucherter und gesalzener

. 28 858 kg

Speck, geräucherter und gesalzener Schinken) 20 124 kg 3) Wurstwaren und Konserven 33 570 kg

4) Fett( Schmalz oder Flomen, roher oder ausgelassener Talg).

939 kg

= 83 491 kg

II. Von der Lebensmittelkommission und den Stadträten zum Verkauf gegen Fleischmarken herausgegebene Waren:

1) Frisches Fleisch und Gefrierfleisch..... 10 287 kg 2) Fleisch- und Wurstkonserven

2 752

-

13 039

insgesamt... 96 530 kg

Wird die Bevölkerung des Bremischen Staatsgebietes unter Abrundung nach unten auf 290 000 Köpfe angenommen, so sind alles in allem auf den Kopf der Bevölkerung gerechnet vorhanden gewesen:

1) Frisches Fleisch und Gefrierfleisch

2) Dauerwaren....

3) Wurstwaren und Konserven

ferner an Fett

135 gr

69 11

125 11

insgesamt... 329 gr 3

Bei dieser Berechnung sind die von der Lebensmittelkommission und den Stadträten zum Verkauf gegen Fleischmarken herausgegebenen Waren einbezogen. Die vorstehenden Ziffern sind verhältnismäßig so niedrig, daß sie allein schon die Feststellung genügend begründen würden, daß in Bremen irgendwie nennenswerte, die Versorgung der Bevölkerung schädigende Zurückhaltungen, wie sie anderen Ortes beobachtet sein sollen, nicht vorgekommen sind. Aber auch die Einzelheiten der Be­standsaufnahme entsprechen diesem Gesamtbilde. Die vorgefundenen Fleischmengen waren auf die einzelnen Geschäfte in einem Verhältnis verteilt, welches durchaus im Einklang mit der Größe der verschiedenen Betriebe stand. Nur bei etwa 14 Kolonial­warenhändlern waren Vorräte über 200 Pfund, bei 14 Schlachtern solche über 500 Pfund vorhanden. Auch bei diesen entsprach aber die vorhandene Menge in durchaus angemessener Weise dem Umfange, der Kundenzahl und der Bedeutung des Geschäftes. Lediglich eine Großhandelsfirma hatte ein etwas größeres Dauerwaren­lager( im ganzen ca. 9000 kg) zum Zwecke des Verkaufes nach anderen Plägen angesammelt. Die Lebensmittelkommission wird, soweit die Reichsfleischstelle ihre Genehmigung dazu erteilt, dafür Sorge tragen, daß das erwähnte Lager dem bremischen Verbrauch erhalten bleibt. Dasselbe wird bei einem weiteren Lager von 16 Fässern gepökeltem Hammelfleisch geschehen, über dessen Herkunft und Verwendungs­zweck noch polizeiliche Ermittelungen schweben. Die auf diesen beiden Lägern be­findlichen Fleischmengen sind übrigens im Verhältnis zum Gesamtbedarf der Bevölkerung belanglos; sie sind in den oben angegebenen Berechnungen berücksichtigt und be= einflussen das Gesamtbild nicht.

Die Lebensmittelkommission hält es für notwendig, in diesem Zusammenhange kurz auf die Ausführungen einzugehen, mit welchen in der Bürgerschaftssigung vom 10. Mai 1916 der Antragsteller Herr Waigand den Antrag auf Durchführung der Fleischbestandsaufnahme begründet hat. Auf alle Einzelheiten der Ausführungen soll an dieser Stelle nicht eingegangen werden. Wohl aber müssen zwei Bemerkungen als falsch gekennzeichnet und zurückgewiesen werden, die geeignet sind, die öffentliche Meinung irrezuleiten.

Zu Beginn seiner Darlegungen sagte Herr Waigand:

Wir haben gerade in der letzten Zeit die Erfahrung machen müssen, daß eine größere Anzahl derjenigen Leute, die besonders schwere Arbeiten verrichten müssen, nicht mehr in der Lage waren, sich Fleisch für den Mittagstisch zu beschaffen. Die Schlachterläden waren aus­verkauft oder die Preise derartig hoch, daß die Arbeiter sich kein Fleisch

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