BREMISCHE BÜRGERSCHAFT
Stadtbürgerschaft 16. Wahlperiode
Drucksache 16 / 588 S
28 . 08 . 06
Große Anfrage der Fraktionen der CDU und der SPD
Entwicklungsperspektiven in der Überseestadt
Die Uberseestadt ist ein städteplanerisches Aushängeschild für Bremen. Direkt an der City gelegen, auf einer Gesamtfläche von 288 ha, entsteht durch die Wiederentdeckung des Lebens und Arbeitens am Wasser ein Vorhaben, das in seiner Dimension europaweit einzigartig ist. Die städtebauliche Struktur der Überseestadt wird neben dem Charakter der alten Speicher auch durch Alleen, Grünflächen und vor allem durch die direkte Lage am Wasser geprägt.
Seit Beginn des Großvorhabens im Jahr 1998 sind vor allem im Bereich der bestehenden Immobilien neue und erfolgreiche Projekte angestoßen worden. Die Ansiedlung von Windkraftuntemehmen, der Hochschule für Künste im Speicher XI, sowie die aktuell sehr erfolgreiche Vermarktung des neu erschlossenen Speicher I zeigen, wie erfolgreich sich die Verbindung von Zukunftstechnologien, moderner Dienstleistung mit Kunst und Kultur gestaltet.
Vor diesem Hintergrund fragen wir den Senat:
1. Wann beabsichtigt der Senat, der Stadtbürgerschaft die geforderten Berichte und Konzepte zur Entwicklung der Überseestadt vorzulegen?
2. Welche Entwicklungsperspektiven sieht der Senat für die einzelnen Entwick- lungs-/Teilbereiche der Überseestadt, insbesondere in der Hafenvorstadt, dem Europahafen, dem Überseetor, dem Überseepark, dem Frischezentrum, dem Speicherhof und dem Weserufer?
3. Wie viele Flächen sind bereits in der Überseestadt erschlossen und für die Vermarktung hergerichtet worden?
4. Wie viele Flächen bzw. Gebäude konnten bisher in der Überseestadt vermarktet werden?
5. In welcher Weise ist bei der Vermarktung der Rächen bzw. bei den Neuan- siedlungen der Wunsch nach Wohnen in der Überseestadt berücksichtigt worden?
6. Wie hoch waren bisher die öffentlichen Investitionen, die im Bereich der Uberseestadt getätigt wurden, wofür wurden sie eingesetzt, und welche weiteren öffentlichen Investitionen sind in welchen Haushaltsjahren, in welcher Höhe und für welche Entwicklungs-/Teilbereiche geplant?
7. Auf welche Summe belaufen sich die privaten Investitionen, die durch das öffentliche Invest generiert werden konnten, und über welche weiteren privaten Investitionen wird in welchen Entwicklungs-/Teilbereichen der Überseestadt bereits verhandelt?
8. Wie stellt sich der Finanzstatus (Mittelverpflichtung und Mittelabfluss) des Son- dervermögens Überseestadt dar?
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