Heft 
7.3.2000 - 2003 Drucksache 15/115
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BREMISCHE BÜRGERSCHAFT

Stadtbürgerschaft 15. Wahlperiode

Drucksache 15 / 1 1 5 S

(zu Drs. 15/91 S) 07. 03. 00

Mitteilung des Senats vom 7. März 2000 Trinkwassergewinnung aus der Weser

Die Fraktionen der SPD und CDU haben unter Drucksache 15/91 S eine Große Anfrage zu obigem Thema an den Senat gerichtet.

Der Senat beantwortet die Große Anfrage wie folgt:

Vorbemerkung

Die Wasserversorgung in Bremen wird durch die swb AG sichergestellt. Deshalb basieren die Antworten, insbesondere zu den Fragen 1 bis 10, auf Stellungnah­men der swb AG. In diesem Zusammenhang wird von der swb AG auf das Posi­tionspapier vom 6. Dezember 1999 verwiesen. Dieses Papier, überschrieben mit Die Zukunft des Stadtwerder-Areals - Strategische Optionen zwischen Trinkwas­serversorgung und Städtebau -" ist in der Sitzung der städtischen Deputation für Umwelt und Energie am 9. Dezember 1999 verteilt und in der Sitzung am 13. Fe­bruar 2000 behandelt worden.

In der Antwort zur Frage 6 werden die Informationen über Einkaufspreise und Eigenerzeugungskosten u. a. aus Wettbewerbsgründen nicht genannt.

1. Wie hat sich der jährliche Gesamtverbrauch von Trinkwasser in der Zeit von 1990 bis 1999 entwickelt, und welcher Bedarf wird in den kommenden fünf Jahren geschätzt?

Die Entwicklung des jährlichen Gesamtverbrauchs von Trinkwasser ergibt sich aus der als Anlage beigefügten Darstellung der swb AG.

Diese Darstellung weist aus, dass die Nachfrage von Trinkwasser in Bremen insbesondere in den letzten Jahren von starkem Rückgang geprägt war.

Während von 1990 bis 1992 das Nachfrageniveau weitestgehend konstant blieb, hat sich die Nachfrage nach 1992 im Durchschnitt um ca. 1 % pro Jahr verringert. Im Zeitraum 1990 bis 1999 ist die Nachfrage um mehr als 3 Mio. m 3 /a auf ca. 32 Mio. m 3 Trinkwasser im Jahr 1999 zurückgegangen.

Da die Wassernachfrage auch im warmen Sommer 1999 nicht zugenommen hat, kann davon ausgegangen werden, dass sich die Nachfrage auch in den kommenden Jahren in einem ähnlichen Tempo verringern wird, wie in der Vergangenheit.

2. Wie wird der Gesamtwasserbedarf in Bremen zurzeit gedeckt?

Um eine Diversifizierung der Bezüge zu erreichen und zugleich auch die ein­zelnen Gewinnungsgebiete nicht unverhältnismäßig zu belasten, bezieht die swb Enordia GmbH das Trinkwasser aus verschiedenen Gebieten nordwest­lich, südlich und südöstlich von Bremen. Zusätzlich wird ein Anteil von zurzeit ca. 17 % Trinkwasser aus Eigenförderung über die swb Norvia GmbH & Co. KG in Blumenthal bezogen. Die dortigen Kapazitäten lassen sich bei Bedarf langfristig weiter aufstocken, so dass der Eigenanteil aus der Wassergewinnung auf ca. 21 % erhöht werden könnte.

Der größte Teü der Wasserbezüge stammt von den Harzwasserwerken (HWW), an denen die swb AG auch Gesellschaftsanteile hält.