1876. November 3.
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«. Ausgabe.
а. Gewöhnliche Ausgabe.
Zu den unter I. im Specialbudget aufgeführten Gehalten ist zu bemerken, daß die Stelle eines Jngenienrs in dieses Budget wieder eingestellt worden ist. In den letzten Jahren wurde der betreffende Techniker aus dein Fond für den Umbau des Bahnhofs salarirt; es empfiehlt sich aber, da die Thätigkeit des neuengagirten Jngenienrs Gaertner, welcher an die Stelle des abgegangenen Ingenieurs Rooth getreten ist, für die allgemeine Bauverwaltnng ebensowohl wie für die Zwecke des Bahnhofsumbaues in Anspruch genommen wird, sein Gehalt von -45. 225 monatlich mit -45. 2700 in das regelmäßige Budget aufzunehmen.
Das Gehalt des Buchhalters Warnecke ist mit -45. 2200 ausgefallen, weil der genannte Beamte in das Revisionsbureau der Bauverwaltnng übergetreten ist und aus dessen Budget bezahlt wird. Die übrigen Gehalte sind nur bei denjenigen Beamten erhöht, welche in eine höhere Dienstaltersklasse eintreten werden.
Unter U. II., Weserbahn und Weserbahnhof, sind auf Pos. 2, Unterhaltung der Bahn, -45.16,500 gesetzt, weil das nördliche Bahngleis auf einer Strecke von ca. 360 lfde. Meter in Schienen Profil I). umzubauen ist. Dagegen ist Pos. 3, die Unterhaltung des Bahnhofs, bedeutend niedriger veranschlagt, nachdem in diesem Jahre sämmtliche Hauptgleise in Schienen des Profils I). bereits umgebaut worden sind. Pos. 5, Baulichkeiten, erfordert eine etwas höhere Summe als im Jahre 1876, weil eine Verstärkung des Fußbodens in dem Güterschuppen Nr. 4 durch eine zweite Lage 25^- starker Dielen in einer Ausdehnung von ca. 8900 Meter zum Kostenbeträge von .45. 2100 in Aussicht genommen ist.
I). III. Anlagen in der Neustadt, Pos. 1 a. und b. Die Straßen, Dossirungen und Gleise erfordern im nächsten Jahre noch außergewöhnliche Ausgaben; einestheils ist das zu unterhaltende Terrain ausgedehnter als bisher, insbesondere aber bedarf das auf hoher Schüttung liegende Pflaster des Löschplatzes und der Straßen am Sicherheitshafen und aus dem Dreieck im ersten Jahre erheblicher Reparaturen, nicht minder muß der Versacknng der neu gelegten ca. 1600 lfde. Meter Gleise nebst vier Weichen durch Unterstopfen und Richten vorgebeugt werden. Unter Pos. 6. sind -45. 10,110 für Betriebskosten der Güterexpedition am Neustadtsbahnhofe eingestellt, falls auf den Bericht der Deputation von: 29. September d. I. die Anlage, wie sie vorgeschlagen ist, genehmigt werden sollte.
I!. IV. Eisenbahnbrücken, Pos. 1 b. Die hier aufgeführte bedeutende Ausgabe von -45. 15,800 wird durch den nothwendigen Oelfarbenanstrich des eisernen Ueberbaues der Weser- und Hafenbrücke veranlaßt und demnächst zur Hälfte von Oldenburg zurückerstattet.
б. Anlagen in den Hafenstädten.
Hierzu ist nur zu bemerken, daß unter I., Bahnhof Bremerhaven, die Pos. 2, Gleise u. s. w. noch nicht hat ermäßigt werden können, weil die Unterhaltungskosten der Gleise, namentlich auf dem neu geschütteten Auftragsboden, sehr erheblich sind. Auf dem Bahnhöfe Bremerhaven sind jetzt 18,312 lfde. Meter Gleise vorhanden, bis Ende dieses Jahres werden noch 1932 Nieter vollendet und im nächsten Jahre 2000 Meter weiter gebaut, so daß alsdann insgesammt 22,244 lfde. Meter zu unterhalten sein werden. Von den zu -45. 59,400 veranschlagten Koste:: sind -45. 2900 für Pflasterungen, Drehscheiben und Telegraphen abzurechnen; die verbleibenden -45. 56,500 berechnen sich auf -45. 2.54 pro lfd. Meter, ein Voranschlag, welcher die größtmögliche Einschränkung in den Ausgaben voraussetzt.
Die Unterhaltungskosten der Zweigbahn Bremerhaven 0. II. sind etwas ermäßigt und diejenigen für die Hafenstation Vegesack 6. III. bedeutend geringer, weil nur eine kurze Gleisstrecke im Profil I). umzubauen ist.
v. Betrieb am Weserbahnhof, mit einer Ausgabe von -45. 131,000 berechnet, ist dem diesjährigen Voranschläge ungefähr gleich.
II Die Leistungen für die Oldenburger Bahn sind durch Uebercinkunft festgestellt und werden von Seiten Oldenburgs vergütet, wie aus dem Einnahmeposten erhellt.
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