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Die Bremer Papyri / von Ulrich Wilcken
Entstehung
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Wilcken:

4/5- Liddell-Scott I 425 erklären Sic^coSlorEpov (s. App.) als eine incorrect formation für SieioSitccoTepoy.

57. Das Gegenstück hierzu, nämlich daß die Bevölkerung die Episkepsis-Beamten zu betrügen suchte, ist in Nr. 12, I3ff. zu lesen.

10/11. Da te hinter -irapaij>uXa£e(= ai) keinen Sinn hätte, muß man irapa^uXd^eTe verbinden, das parataktisch neben Trhracruai gestellt ist. Zu TrapaXau[WouEi'oug vgl. CTUVTrapaXH^-0-Hvai in Nr. 12, 12.

Briefe des Apollonios (Nr. 3, 4). Nr. 3. Brief des Apollonios an die Episkeptai.

P.49 (Bibl.). H. 9 cm. Br. 14 cm. Die Schrift (Recto, parallel der Paginabreite) ist eine große Unziale, die Anfangs aufrecht, allmählich mehr linksgeneigt ist.

Ediert von Wilcken, Grundzüge S.208A. 2; danach in SB 4518.

Dies ist einer der wenigen Briefe des Apollonios selbst, die sich erhalten haben 1 . Meine neue Lesung lirecTTaXKe noi in 8 verlangt dahinter einen Namen oder Titel. Für den Epistrategen, an den man nach Nr. 2 zunächst denken könnte, ist kein Platz. Dagegen scheint es mir nicht unmöglich, daß Apollonios hier auf den Hermaios hinweist, der ihm in Nr. 12 die Heranziehung von eucrx>Vove<; zu den Arbeiten der Episkepsis empfohlen hat.

5 &.iroXXcfavios aTpaTHy[o]g 'daroXXaDvoiroXiTou 'EiTTaKoaviiag XiSyucoi Kai 'HpavcXeicoi eiriCTKeirraic, toö outoG vojjioG xoTg {J>iXt6tois x a 'P 6,v '- 5 '&vr}eXK6uei/og irepi t[h]v eYcnrpaiiv toG ctitikou Kai Ta aXXa ueTecopa thc, cTpaTH ytaq, uirep toG uh KaTapYH-frfivai üuac,, lirecr- toXke }jioi ['EpiJiaTog(?) ; o*n eJuCTXHROveq Ta

Hier bricht der Papyrus ab

Verso. (2. H.) ].out[

7 KaTapYH-&Hvai, nicht KaTapTior^Hvai Grundz. 7/8 rrrEcrraXKc uoi, nicht eVeo-toXh e. . Grundz. Von toXke uot nur die obersten Spitzen erhalten. Verso. Vor out eine hohe gewundene Linie.

Übersetzung.

Während ich durch die Eintreibung der Getreideabgabe und die anderen schwebenden Geschäfte der Strategie abgezogen werde, hat mir, damit ihr nicht untätig seid, [Hermaios( ?)] geschrieben, daß die Wohlhabenden--

1 Siehe Nr. 4; Giss. 41.