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parteiamtliche Tageszeitung
Amtsblatt des Regierenden Bürgermeister der Fre ien Hanaestadt Bremen
Nr. 140
der Nationalsozialisten Bremens
Amtliches V erlcündungsbi ertf des Reichs Statthalters in Oldenburg und Bremen
Montag, den 22. Mai 1944
Einzelpreis 15 Rpf.
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Soldaten und Mütter sichern unsere Zukunft
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jib. Berlin, 21. Mai. Am Muttertag 1944 .. i| dj e Reichsfrauenlührerin Frau Gertrud t'choIz-Klink im Rahmen einer Feier- #de des Großcleutschen Rundfunks eine tnsprache. Sie stellte den Lebens- und Er- iillungswillen der deutschen Frau dem Ver- ■iditungswillen unserer Feinde gegenüber „d führte aus:
jlit ganz besonderen Gefühlen begehen dieses Jahr den Tag der deuten Mütter. Eine große Scheu Ist fn In dieser Zeit angespanntester Anstren- jen der gesamten Front und Heimat, rtjn auch nur für einen Tag besonders ißiisgehoben zu werden und im Mittel- zu stehen — zugleich aber sind wir äs vielleicht noch niemals so eindringlich nstrer Mission gerade als Mütter unseres ftlkes bewußt geworden wie heute, teere Heimat ist weitgehend iegsgebiet geworden durch die iiflangriffe, und dadurch ist zu den Sor- a und Belastungen, die jeder Krieg nor-' verweise für die Heimat mit sich bringt,
;e zusätzliche große Kräfteanspannung skommen. So können wir gar nicht anders, ist wenn wir es wollten, als diesen Tag das Geschehen unserer Zeit hineinstellen :d aus ihm und aus der Gemeinschaft, die as heute ganz besonders an einander bin- ä eine Stärkung unserer Unbeirrbarkeit ■d unserer Zuversicht mitnehmen.
Oer diesjährige Muttertag steht unter dem M:Mütter, ihr tragt das Vater- ud, Hin Wort, das alles in sich birgt, was ae Mutter für ihr Volk nur bedeuten kann, ih leibliche Trägerin des Vaterlandes, da si ihre Kinder manches Jahr ihres Lebens k »ahrsten Sinne des Wortes in ihrem klol trägt und damit sein Bestehen über- erst garantiert — aber ebenso sehr is die Vertrauensträgerin und nie Verzapfe ihres Volkes.
tu schwerste Opfer der Mutter
lade die letztere Mission weist uns zu- Wuden Müttern, die in zwiefacher Form laben geben: Einst, als sie es als junge Frau piaras, und heute, wenn sie es. laufend Klagen — beides für ihr Vaterland. Für neue werdende Europa geben sie ihre -a, so wie sie einst für Deutschland i eigenen Schmerzen ertragen haben, ■gleich schwerer aber als die, eigenen Geriehen seinerzeit ist das, was se heute s -e.i; denn damals stand am Ende allen emerzes das greifbare Leben, heute steht an Ende mit leeren Händen und muß c halten an das Wissen, daß hinter den * Händen trotzdem Großes steht: das J 1!r persönliche Leben ihres Es ist das schwerste ■ 3 ; E fi das eine Mutter bringen kann;
® ss vollzieht sich nicht erst, wenn die ‘kuricht kommt, daß der, dem sie einst ^Leben gab, vor dem Feind geblieben ist. Sab ihn eigentlich von dbm Augenblick als er zum erstenmal im feldgrauen t vor ihr stand und trat damit an ihr -t bewußt ab, was sie bis dahin als ihr ff betrachtet hatte.
®ch Tage, Wochen, Monate, vielleicht ■ CJ Jahre ging - sie als aufrechte und Frau, - voll und ganz an ihr Tage- hingegeben, weiter ihren Weg. Sei aheim bei ihren Kindern oder draußen JSrem Arbeitsplatz, oft noch dazu in den •® Bombennächten, ununterbrochen aber aterbewußtsein die Sorge unvden drau- “atl das Gefühl, daß jede Stunde es «onnte, die ihn für imm«r von ihr for-
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‘ st eigentlich der Augenblick, wenn 1 achricht kommt, daß dieses immer und
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e zu den jungen Müttern
den Müttern führt eine natürliche Üttn 2U 11611 trauen, die in den Kriegs- i Unserem Volk Kinder geschenkt Kjjj ^ es laufend tun und die ebenfalls - , n , Belastungen ausgesetzt sind,
S uch in anderer Art als die vorher ge- « Mütter.
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[e . Denn Kinder in normalen
II le ‘ ten Iragen, gebären und aufziehen S j ,'™1 auch manche Mühe und Sorge (t o ^ 1)er ^ as Glück, sich im Schutze :j nea 1 “füneten Umgebung ihrer freuen zu Hegtp uberwie 9t alles andere. h$ 0r lst es m sehr vielen Fällen so, daß *38fan 6 Um äußeren Voraussetzungen,- iu„H P von d er Wohnung, Kleidung, oest ii b>°rgenheit bis zum Allein-auf- ’-gsch 6 1 '" Sein sch wer wiegt in der einen iii s \, a e ' auf der anderen Seite' der biit all seinen tausendfältigen Erst Doc h so sehr sich scheinbar
1 so u 9®nblick alle Urtruhe unserer 1 HindK • S * cl1 vor a ll^ m Bombenterror -Odin j , dngen widersprechen, so not- Krio ® era de mit zunehmender Schwere ing c w S d er Ruf nach Kindern
1 b’iitt berellen ' ülier slcl1 binausschauen-
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B R 1 [e ® ^Umgebung dieses Krieges
Krieg wird, d. h. je mehr
iji . Uns se >nen Vernichtungswillen
^«t° fanatischer muß und kann ' e sei 615 ? n s - und Erhaltungs- n ' Und wenn wir schon in Frieder Frau 'als der Mutter
der Nation gesprochen haben, wenn der Führer ihr als ehrende Anerkennung das Mutterkreuz verliehen hat, so lehrt die Härte des Krieges uns, daß wir mit Bewußtsein und in voller Verantwortung mit d^m Blick in die Zukunft hier, ebenbürtig den Soldaten, etwas ganz allein in unsere eigene Entscheidung gestellt sehen, was uns niemand anders abnehmen kann: nämlich das starke Weiterbestehen unseres Volkes und damit die letzte Sinngebung dieses Krieges und des heldenhaften Kampfes unserer Männer und Brüder überhaupt.
Sie werden, wenn sie endgültig eines Tages nach Hause kommen, die Trümmer unserer, Städte vorfinden, aber als Blühendstes, das alles sonnig überstrahlt, müssen sie unsere — ihre Kinder vorfinden! Und so wie der Soldat ja seinen Kampf heute unter unerhörten, für ihn aber ganz selbstverständlichen Erschwerungen und Bedingungen trägt, so muß er uns, seine Frau, an seiner Seite wissen. Und besonders die Frauen, die das Glück haben, ihre Männer nicht nur für kurze Zeit, sondern auf Grund ihrer heimatgebundenen Kriegsaufgaben bei sich zu wissen, haben hier, eine doppelte Verpflichtung und eiben Dank an ihr Volk abzustatten.
Der Wille zum Kind im Kriege
Wir wissen alle, daß gerade vielleicht die besorgte Mutter aus einem natürlichen — in erster Linie aber doch um die eigene Familie kreisenden Denken heraus,— die Zahl ihrer Kinder gern abhängig macht von
den äußeren Umständen. Sie will sich ordentlich um sie kümmern können, so wie sie das von zu Haus aus gewöhnt war, wie sie eS sich vorgestellt hat, und wie es in normalen Zeiten ja auch als Maßstab gut und richtig sein mag. Sie denkt vielleicht über dieser gutgemeinten persönlichen Sorge nur manchmal nicht daran, daß die heute zu Gebärenden die tragenden Säulen von morgen sein müssen, und daß die letzte Krönung des \gigantischen Kampfes ihres eigenen Mannes vom Schicksal nicht vollzogen wird mit der äußeren Beendigung dieses .Krieges, sondern erst dann, wenn das heute Erkämpfte von der nächsten Generation übernommen und gehalten werden muß, d. h. das, was uns das Mutterwerden und Muttersein heute an äußeren Umständen erschwert, vergeht eines Tages und ist überwunden, was aber aus Furcht vor den Erschwerungen Jahr um Jahr picht geboren wird, ist eines Tages nicht vor- handeri, ohne daß die Belastungen dieses Krieges dadurch wesentlich verringert worden wären, denn immer wieder muß auch hei allem Erschwerenden das kleine Wunder Mensch, das wir Mütter ja allein an uns geschehen lassen können, entscheidend als größtes persönliches Geschenk in die Waagschale geworfen weiden.
Mütter tragen das Vaterland
Im Grunde genommen liegt dieses Ueber- Uns-Hinaus-Denken instinktiv in jeder wirklichen Mutter, ohne allerdings meist in die Sphäre des Bewußtseins zu dringen — genau wie beim richtigen Soldaten. Wie oft erleben und bewundern wir — gerade bei
So hausen die „Befreier" im besetzen Süditalien
Altetsbeiminsassen auf die Straße geworfen — Neger schänden Italienerinnen - Seuchen grassieren
Drahtbericht unserer Berliner Schriftlettüng b. Berlin, 21. Mai. Das Schicksal Süditaliens ist beispielhaft für die Art' der „Be- freiubg“ geworden, die die arrglo-amerika- nischen Truppen den Völkern des Kontinents bringen wollfen. In einem erschütternden Sittenbild bringt die ungarische Zeitung „Esti Ujsag“ die Schilderung eines siebzehnjährigen Mädchens aus Neapel, dem es glückte, sich halbverhungert zu den deutschen Linien durchzuschlagen und das von dem bekannten deutschen Publizisten Dr. Colin Ross interviewt wurde.
Das Mädchen, so heißt es in diesem Artikel, wurde von ■ einem Lastkraftwagenführer am Bergrand unmittelbar hinter der Front gefunden. Es ist völlig abgemagert, zerfetzt und schmutzig, und das Entsetzen steht in seinen Zügen. Wie es durch die Front durchgelangen konnte, das weiß es nicht mehr. Es war S.t ubenmädchen in einem Altersheim in Neapel. Die Nordamerikaner beschlagnahmten das Altersheim und jagten Insassen und Personal 'auf die Straße mit den Worten: „Geht bettelnl"
„Was kann mit einem Mädchen!’, so tragt der Verfasser, „geschehen, das sich nächtlich in den Straßen zwischen betrunkenen amerikanischen, englischen und Neger-Soldaten’ herumtreiben muß? Das eine Mal wurde es von einer Horde gröhlender amerikanischer Soldaten angeriffen. Dabei kam es noch halbwegs glimpflich davon. Man raubte ihm bloß sein dünnes Halskettchen. Dann traf es aber auf' betrunkene Neger-Soldaten. Ein Weinkrampf schüttelt das Mädchen bei der bloßen Erinne
rung. Seither ist es schwanger und ge- schJe.chtskrank..... .Dann wurde es jm .Hause eines Italieners in Neapel aufgenommen. Die ganze Familie lebte davon, daß die Tochter des Hauses die Geliebte eines Negerleutnants war. Dies ist — wie das Mädchen berichtete — im besetzten Italien gang und gäbe. Die Preise, die man für Mädchen bietet, sind gering. Eine Jungfrau kostet eine Fleischkonserve, und für eine Frau zahlt man nur mehr einen halben Laib Brot. Das Mädchen berichtete weiter, daß dies dort an der Tagesordnung sei und daß die ganze Ge g-e n d dort v o n allen Arten von Krankheiten schrecklich verseucht sei.“
Die Korruption in - den Reihen der Alliierten sei ungeheuer. Vor allem gebe es so gut wie gar keine Disziplin. Sozusagen jeder amerikanische Soldat sei korrupt. Je höher sein Rapp sei, desto größer sei seine Korruption. Ganze Hauseinrichtungen, namentlich, wenn es sich um Antiquitäten handele, werden von den Offizieren kurzweg eingepackt und nach Amerika geschickt.
In Süditalien herrschen zur Zeit Fleck- und Hungertyphus. Zehntausende von Menschen liegen krank auf der Straße ohne jede Pflege herum. Allein im Monat Februar sind in Neapel 70 Q00 Menschen an Seuchen zu- qrundegegangen. Die Lebensverhältnisse der Italiener sind gräßlich. Ein Italiener muß sozusagen umsonst arbeiten. Ein Arbeiter bekommt in Neapel 80 Lire am Tage, was nicht einmal für das Brot •ausreicht. Wenn dann einer stiehlt, wird er unter den grausamsten Mißhandlungen an
Heftige Feindangriffe zum Stehen gebracht
Abwehterlolg bei Pontecorvo - Wbrler zerschlugen Angriifstruppen
dnb Aus dem Führerhauptquartier, 21. Mai. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Nachdem der
Feind am Vormittag des 20. Mai unsere neuen Stellungen am Westflügel der italienischen Südfront nur mit schwachen Aufklärungsvorstößen abgetastet hatte, trat er in den Nachmittagsstunden erneut^mit starken Infanterie- und Großangriff an. Um brannten erbitterte
Pico-Pontecorvo
„er einen örtlichen Einbruch. Gegenmaßnahmen zur Abriegelung sind im Gange. Besonders heftige feindliche den an den Stadträndern
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Durchbruch 'im Südostteil
seitigf 1 Bei” den^chweren Abwehrkämpfen der letzten Tage zeichnete sich d« Fuh^ einer Kampfgruppe Oberst N g besondere Tapferkeit aus.
östlich Aprilia und südlich Cisterna abgewiesen.
, Im Osten fanden keine Kampfhandlungen von Bedeutung statt.
Starke deutsche Kampffliegerverbände griffen in der letzten
Panzerkräften zum den Ort Fo n d i ent- Kämpfe Im Abschnitt erzielte der Geg-
im
Angriffe wur- von Pontecorvo Im Abschnitt von irkere feindl
Ar- ein
des Ortes nach Gegenangriff wieder be-
lknotenpunkte Schepetowka
Nacht die Eisenbahn- und S d o 1-
b u n o w o mit zahlreichen Spreng- und Brandbomben an. Es entstände^ Großbrände und Zerstörungen.
Marineküstenbatterien nahmen sowjetische Stellungen an der Halbinsel Magerburg in der Narva bucht mit guter Wirkungunter Feuer und versenkten ein feindliches Nachschubfahrzeug. Wachfahrzeuge der Kriegsmarine schosSen über dem Finnischen Meerbusen vier sowjetische Bomber ab.
Bei Einflügen in die besetzten Westgebiete und in das westdeutsche Grenzgebiet verlor der Feind sechs Flugzeuge. In der letzten Nacht warfen einige britische Flugzeuge Bomben auf Orte im rheinisch-westfälischen Raum.
Rudels 220. Panzerabschuß
dnb. Berlin, 21. Mai. In der Dnjestr- schleife, südwestlich Girgoripol, nahmen unsere Truppen 'Sonnabend gegen zähen feindlichen Widerstand den größten Teil einer hartumstrittenen Ortschaft und brach-, ten eine größere Anzahl Gefangene ein Deutsche Schlachtflieger griffen in diesem Kampfraum eine sowjetische Panzerbereitstellung an 'und schossen dabei neun Panzer in Brand. Major Rudel, der diese Angriffe mitflog, vernichtete allein sieben Panzer vom Typ 34 und erhöhte damit die Zahl seiner Panzerabschüsse auf 220..
Im Süden der Front stießen unsere Jäger bei freier Jagd mehrfach auf sowjetische Fiegerstaffeln und schossen in Luftkämpfen bei einem eigenen Verlust 28 Flugzeuge ab.
Versuch am untauglichen Objekt
. Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung
goe. Berlin, 21. Mai. Der Widerstand der deutschen Heimat gegenüber dem Bombenterror hat dem Feind darüber die Augen geöffnet, daß an Mut, Entschlossenheit, und Opferbereitschaft auch der Einsatz einer, noch so großen materialmäßigen Ueberlegen- heit zerschellt. Daher sehen und suchen gewisse britische Kreise die Möglichkeit eines alliierten Sieges vornehmlich in der Zer- mürbung der deutschen Heimat und ihrer Widerstandskraft. Und so holen jetzt führende Vertreter der Labour-Partei wieder einmal die Atlantik-Charta aus der Versenkung hervor und fordern ihre Regierung auf, doch ja nicht von dem Atlantik-Abkommen abzugehen. Denn die Atlantik-Charta sei die „beste Grundlage einer gegen Deutschland gerichteten wirksamen Propaganda." Der Wille der Deutschen, bis zum letzten Blutstropfen zu kämpfen, hänge von dem Zukunftsbild ab, das sie sich machten, d. h, also von ihrem „Vertrauen in’ feindliche Versprechungen".
Die Atlantik-Charta ist also nach diesem eigenen Eingeständnis der Briten ein Instrument zum Dummenfang. Nur nützlich dazu, die Widerstandskraft des Gegners zu lähmen, darüber hinaus aber nicht ernst zu ■nehmen. Die deutsche Oeffentlichkeit ist über diesen phrasenhaften und agitatorischen Charakter der Atlantik-Charta genügend aufgeklärt, um keine Hoffnungen an diesen Neuaufguß der „vierzehn Punkte" Wilsons zu knüpfen. Darüber hinaus wissen wir aus Churchills eigenem Mund, daß die Atlantik-Charta, selbst wenn sie einen echten politischen Wert besäße, für uns belanglos sein müßte, da sie ja, wie Churchill sagte, auf Deutschland und seine Verbündeten überhaupt keine Anwendung finden scrtl’.
■Nach dem Willen ihrer Urheber sind die „Freiheiten“ der Charta nur für die Siegernationen bestimmt, während die Besiegten nach den ebenso unbezweifelbaren Zusagen der anglo/amerikanischen Führer der bolschewistischen Willkür aasgesetzt werden sollen. Inzwischen zeigen die Kämpfe in Süditalien, daß nicht mit Papieren der große Weltkampf unserer Tage entschieden wird, sondern allein auf den Schlachtfeldern.
Von der italienischen Front
unseren ganz jungen Schwerverwundeten • daß, wenn sie langsam die Brücke des Bewußtseins zum Leben tastend wieder überschreiten, ihre erste Lebensäußerung nicht dem eigenen Schmerz gilt, sondern die Frage über die Lippen kommt: Wie ist der Kampf ausgegangen, haben wir die Stellung gehalten, was ist aus den Kameraden geworden . , .?, während zur- gleichen Zeit in Hunderten von Stuben Mütter die gewaltigste Auseinandersetzung ihrer Kräfte an sioh geschehen lassen, die ihren, ganzen Lebenswillen und ihre'Lebensbejahung auf den Plan ruft, um neues Leben zu schenken Und selbst bei der schwersten Geburt wird auch hier die erste Frage sein: Lebt mein Kind und ist es gesund? Und nicht unser Verstand ist es, der hier fragt, sondern unser Urinstinkt, der in die Zukunft schaut und sie allein durch unseren bedingungslosen Einsatz gesichert weiß, denn eine andere Sicherung der Ewigkeit als den Einsatz seiner Mütter jind seiner Soldaten mit ihrem eigenen Blut gibt es für ein Volk nicht.
So stehen wir gerade am heutigen Tage im Geiste Hand in Hand jeder wohl mitten in seinem Alltag mit all seiner Not, seinen Forderungen und seiner unerbittlichen Härte, die Füße auf dem Boden der Tatsachen, die es zu bestehen gilt die Hände bereit, zuzugreifen oder auch zuzuschlagen — die Herzen fest gepanzert gegen alle eigene oder fremde Furcht, weil unser Lebenswille und unser Lebensglaube größer ist als alles andere. Unser stärkster Vertrauensbeweis dafür sind unsere Kinder.
Diese seit Wochen heißumknmp}le Meine Stnilt ist mir noch ein Trümmerfeld. Sie ist zu einem Teil des Kampfgebietes geworden, m dem der krieg mit unvorstellbarer Harle geführt wurde. Artilleriebeschuß und Bombenwürfe konnten zwar die Mauern zerbrechen, nicht aber den Widerstand der hier eingesetzten deutschen Verbünde. ff t'K-Kriegsber. Hoppe (BBZ -Sch)
den Pr.anger gestellt und wandert .hierauf ins Gefängnis. .
Die engere Umgebung der Badoglio-Clique haust und amüsiert sich in Posillipo. Im Grunde genommen sind aber auch dort die Verhältnisse nicht anders als in den Straßen von Neapel. Die Herzoginnen und Gräfinnen verkaufen sich ebenso wie die Bürgers- fratten und Straßenmädchen. Der einzige Unterschied ist nur, daß dort in Posillipo die Preise höher sind. Es ist leicht verständ- ’lich, daß diese verkommenen moralischen Verhältnisse sich auch auf die weiblichen Hilfskräfte der amerikanischen Armee auswirken. *
Die Frauen der amerikanischen Wehrmacht trinken genau soviel wie die Männer. Eines schönen Tages waren sie in- ihrem Quartier, im Palais des Herzogs von Sera Caprioio, dermaßen betrunken, daß sie durch Unvorsichtigkeit das ganze Haus in Brand steckten. Der Kronprinz Umher t o > amüsiert sich großartig in Posillipo jeden Tag mit einer anderen Frau, und der frühere König, Viktor Emanuel verschachert inzwischen, sein Land an Stalin.
Vm tidtüqe fHaß
Vön Reichsjugendarzt Prof. Dr. Liebenow
Im Kriege erhält die Gesundheitsführung der Jugend eine erhöhte Bedeutung. Nur ein gesunder, kräftiger Junge hat Lust zu sportlicher oder wehrsportlicher Betätigung. Jeder körperliche Verfall bedeutet Leistüngsverfall und damit Haltungv verfall. Nicht umsonst hat man das" Wort von der straffen körperlichen Haltung auch auf die moralische und seelische Haltung wertmäßig ausgedehnt. Wenn wir heute von Pfaltung sprechen, dann meinen wir in erster Linie die charakterliche Haltung und nicht, die körperliche. Wir wissen, daß ein schlapper Junge, der sich schlapp hält, auch ein schlapper Soldat ist. ' Dies sind keine Theorien, sondern leider Tatsachen, die wir in den Jahren 1917/18 bitter zu spüren bekamen, als sich um die gesundheitliche Führung'und um die charakterliche’ und weltanschauliche Erziehung der Jugend, von Ausnahmen - abgesehen, niemand kümmerte.
Dieser Kyieg wird di(rch die Waffen entschieden. Ein Aushungern oder politischer Umbruch stehen bei uns außer jeder Debatte. Es kommt daher darauf an, alle Kräfte dafür einzusetzen, daß die heranwachsenden Jahrgänge gesund, leistungsfähig und kampfentschlossen sind. Partei und Staat haben alle Maßnahmen ergriffen, die im Rahmen des Möglichen für die Gesundheitsführung der Jugend überhaupt durchführbar sind. So ist die gesamte Jugendgesundheitspflege vor allem auf die Jahrgänge der 14-,bis 18jährigen konzentriert, worden. Es soll hier nicht auf die Einzelmaßnahmen eingegangen werden, sondern ich will hier nur über .die Gesundheitsführunrj der Wehrertüchtigungslager sprechen.
Jeder von uns weiß, daß niemand besser zu einer geordneten Lebensführung ange- halten wird als der Soldat in seiner Ausbildung. Jeder von urts weiß, daß man es sofort einem Menschen anmerkt, oh er Soldat war oder nicht. Aehnlich merkt man auch jedem Jugendlichen an, ob .er durch die' Erziehung der Hitler-Jugend gegangen ist oder nicht. Wenn nun heute die traditionsgemäße lagermäßige Erziehung der Hitler-Jugend als Grundlage und Vorbild für die Wehrertüchtigung genommen wird, so darf daher niemals vergessen werden, daß diese WE-Lager in erster Linie Hitler- Jugend-Lager sind, in zweiter Linie Urlaubslager und erst in dritter Linie einen speziellen Zweck zu erfüllen haben. Wenn ich als Arzt diese Reihenfolge heraussteller so hat das seine besonderen Gründe:
Der Jugendliche ist kein kleiner Erwachsener. Sein Körper, sein Stoffwechsel, sein geistiger Entwicklungszustand, sein Innenleben, se'ine Vorstellungsweit, sein Ehrgefühl und sein Empfinden sind zum großen Teil grundverschieden von denen der Erwachsenen. Der Gesundheitszustand der deutschen Jugenfl und die Erkentnisse der Sportmedizin und der Hitler-Jugend- Aerzte haben den Beweis erbracht, daß die körperliche Ertüchtigung, so wie sie von uns betrieben wird, richtig ist. Wir wissen heute genau, daß die übertriebene Schonung genau so schädlich ist wie die übermäßige Belastung Jugendlicher. Die bestmögliche Entwicklung der Anlagen eines Menschen wird nur bei richtiger Belastung erreicht. Jeder Mensch hat eine eigene Leistlingsbreite. Hierunter verstehe ich das Maß an körperlicher, geistiger und seelischer- Belastung, das er, ohne Schaden zu nehmen, verträgt Aus dieser Erkenntnis muß ein richtiger Schluß gezogen werden, nämlich: Jeder Jugendliche muß nach seinem Leistungsvermögen herangezogen werden, wenn man seine Anlagen zur vollen
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