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Achtj«hnt«r Jahrgang. Zweites Quartal.
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Wochenschrift.
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So hat noch kein Prophet das Herz gerührt. Kein Scher uns, wie Er, zu Gott geführt!
V Elternliebe und Kindes'.Dankbarkeit.
Der Kinder Häuser baut des Vaters Segen, Danieder reißet sie der Mutter Fluch.
Gott ist mit dir auf allen deinen Wegen,
Gezeichnet steht dein Nam' im Lebcnsbuch,
Du Sohn, der seines Vaters Alter trägt,
Du Tochter, die der grauen Mutter pflegt.
Es wuchs im Schatten treuer Mutterliebe,
An Vaters Hand, heran der Gottessohn.
Sie pflanzt' ins Herz des Kindes edle Triebe,
Er zeigt' ihm weislich achter Tugend Lohnt Der früh im Tempel seine Heimat fand,
Kehrt gern nach Haus an sanfter Mutterhanb.
Der Jüngling wallt, den Blick emporgewendet, Von keiner Lust verführt, die Blumenbahn.
Kaum ist des Lebens Blüthenzcit vollendet,
So sehn wir ihn dem ernsten Ziele nahn:
In tiefem Dunkel tappt sein Volk, verirrt,
Ihn jammert sein — er wird des Volkes Hirt»
Bald sammelt sich in wirbelndem Gedränge Um Ihn der tausend Hülfsbedürft'gen Eher:
Er heilt der unheilbaren Kranken Menge;
Ihm öffnet Dankbarkeit ihr Herz und Ohr;
Dann ruft er: „Werde Licht am dunkeln Ort!
Gott sendet euch durch mich sein Baterwert."
Mit Staunen horcht der läutern Himmelswahrheit Die frohe Schaar; der Augen Schleier fällt.
Das Herz wird warm, der Geist, in milder Klarheit Den Ewigen zu schauen, sanft erhellt;
So hat noch kein Prophet das Herz gerührt,
Kein Seher uns, wie Er, zu Gott geführt!
Doch heuchlerischer Pharisäer Horden,
Won ihm dem Volk zum Abscheu hingestellt, Entglühn von Haß den Gottessohn zu morden;
Und schauet, der Erlöser einer Welt